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2. Kapitel
BERGWASSER, 2005-2008

Ein Stück Wasser wird herausgeschnitten - der Berg darin erstarrt. Erscheint in einem Block der Berg dem Wasser als Fata Morgana entstiegen, schwebt in einem anderen eine weisse Braut über die dunkle Bergflanke. In einem dritten ertrinkt man in der Farbigkeit des Himmels. Es sind zauberhafte Erscheinungen, länger betrachtet werden sie zu Kostbarkeiten, voller Werte, schützenswert.
Auch symbolisiert Bergwasser die Berge als Wasserreservoir, diese riesigen natürlichen Filter, durch die wir mit einer Selbstverständlichkeit unseren Durst löschen können.
Nüchtern betrachtet sind diese Welten vielleicht sterbende Begebenheiten - die Berg-wasserblöcke, kristallklar, werdende Relikte.
Während 4 Jahren suche ich regelmässig Bergseen über der Waldgrenze auf, halte die sich darin spiegelnden Berge fest. Die gezielte Wanderschaft durch die Schweizer Alpen, die durch Wind, Regen, Kälte und schlechte Lichtverhältnisse sehr erschwert wird, betreibe ich solange, bis ich hundert gültige Bergwasser erfasst habe. Als Bodenskulptur auf einem Podest liegen die 100 «Wasserblöcke» angeordnet im Raster 10 Bilder auf 10. Über die Bühne breitet sich ein schillerndes Farbenmeer.
Bergwasser als «Wasserblöcke», Lambdaprint unter Acrylblock, je 16 x 22 x 3 cm
Podestgrösse, Breite 462 cm x Tiefe 402 cm x Höhe 45 cm, Farbe Anthrazit matt
Auflage 2 Exemplare: Auflage 1, Einzelblöcke; Auflage 2, Bodenskulptur
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